Konzert N°2: Die lange Nacht des Träumens

Von Utopien und Sehnsüchten

 

Pforte im Frauenmuseum  |  Sa 27. April, 17 Uhr 

Frauenmuseum Hittisau

 

 

Ludwig van Beethoven (1770–1827): Streichquartett op. 127 in Es-Dur

Carlo Gesualdo (1566–1613) aus: Sesto Libri di Madrigale

Johannes Brahms (1833–1897): Klavierquartett op. 25 in g-Moll

Clara Schumann (1819–1896): Lieder anlässlich ihres 200. Geburtstags

George Crumb (*1929): Black Angels

u. a. 

UA von Raphaela Fröwis (*1993), Simon Frick (*1983), Vivian Domenjoz (*1976),

Darius Grimmel (*1996) und David Helbock (*1984)

 

 

Alles beginnt mit der Sehnsucht

Gedankenskizzen und Textimpulse von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft

Bianca Jäger-Schnetzer, Religionspädagogin, Flüchtlingsbetreuerin und Mutter von vier Kindern, wird in ihren Tätigkeitsfeldern den Sehnsüchten und Träumen der Menschen lauschen und diese mit ihren Schützlingen am 

Konzertabend mit uns teilen. 

 

 

Fabiola Tedesco Violine 

Francesca Temporin Violine

Klaus Christa Viola 

Mathias Johansen Violoncello

Anna Magdalena Kokits Klavier

Ida Aldrian Mezzosopran

Vokalensemble Ottava Rima 

& Studierende des Vlbg. Landeskonservatoriums

 

«I have a dream»

 

Wer kennt sie nicht? Martin Luther Kings berühmte Rede «I have a dream» oder die Antrittsrede Nelson Mandelas, als er Präsident von Südafrika wurde: Welch mobilisierende Kräfte gingen von diesen Utopien aus!

 

Oder denken wir an die Bergpredigt, unabhängig von unserer religiösen Zugehörigkeit: Wem wir nicht warm ums Herz, wenn

er diese Worte hört? Von einer Sekunde auf die andere kann der Ort des Elends zum Ort des Aufbruchs werden. Nichts hat sich in diesen Momenten in unserer äußeren Welt geändert, aber die Worte sind in unser Herz gefallen und haben die schlafende Hoffnung aufgeweckt. Die Misere des Jetzt wird plötzlich zum Ansporn für ein besseres Morgen.

 

Es gibt wenig, was uns Menschen so verzweifeln lässt wie das Gefühl hilfloser Ausgesetztheit. Und es gibt wenig, was uns als Menschen so stärkt wie der Entschluss, unser Leben in die Hand zu nehmen. Letztendlich ist jede Utopie ein Zeugnis der Begeisterung und des Glaubens an das Leben. Der Träumer glaubt einfach nicht, dass das, was er vor sich sieht, schon alles gewesen sein soll. Er verweigert sich diesem oft so deprimierenden Gedanken und entdeckt die große Kraft und das lodernde Feuer in sich.

 

Wir brauchen die ungebremste Begeisterung für ein anderes Leben, eine andere Politik, einen anderen Umgang miteinander und, um den Kreis zum Jahresthema zu schließen, die Begeisterung dafür, «den Fuß in die Luft zu setzen.»

 

In dieser Nacht tummeln wir uns im unendlich großen musikalischen Schatz von Utopien und Träumen. Worte und Töne,

in denen die Magie des Aufbruchs mitschwingt, werden uns vielleicht zu unseren ganz persönlichen Träumen führen ...

 

 

Klaus Christa

Raphaela Fröwis | Luisa, 9 Jahre
Raphaela Fröwis | Luisa, 9 Jahre

© Jonathan Felix Becker