Leben ist immer lebensgefährlich

 Aus der kleinen Versfabrik des Doktor Erich Kästner

 

„Aufrichtigkeit des Empfindens, Klarheit des Denkens, Einfachheit in Wort und Satz“ – mit diesen Zuschreibungen eines Zeitgenossen ist schon viel gesagt über Erich Kästner, einen der populärsten deutschen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts. Sowohl seine berühmten Kinderbücher als auch seine „lyrische Hausapotheke“ sind durchweht von Menschenfreundlichkeit, Gemütsreichtum und Humor – dem „Regenschirm der Weisen“, wie Kästner selber einmal meinte.

Dem ersten Weltkrieg knapp entronnen, begann sich für Erich Kästner im Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre eine vielversprechende Schriftstellerkarriere anzubahnen – die allerdings jäh unterbrochen wurde: Im Dritten Reich wurde er mehrfach verhaftet, seine Bücher wurden verbrannt und seine Tätigkeit als Autor stark beschnitten, bis er schließlich in der Zeit des Wiederaufbaus und des deutschen Wirtschaftswunders nach und nach zu jener dichterischen und moralischen Instanz werden konnte, auf der sein Ruf und seine Bekanntheit gründen.


In dieser literarisch-musikalischen Hommage an Erich Kästner durchschreiten  wir sein bewegtes Leben, servieren Werke aus seiner „kleinen Versfabrik“ und ziehen damit den Hut vor einem Schriftsteller, dessen Lektüre auch heute noch großen Gewinn verspricht.


Claudia Christa Flöte
Klaus Christa Viola
Takeo Sato Gitarre
Gotthard Bilgeri Rezitation